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„Digitales Dorf“ in Zeiten der Corona-Krise: Erhöhte Akzeptanz und Nutzung der digitalen Medien

Die Corona-Krise stellt unser gewohntes und zumeist sicheres Leben in den Bereichen Gesundheit, Beruf und Gesellschaft auf eine harte Probe. Social Distancing, Ladenschließungen, Ausgangsbeschränkungen und Einreiseverbote bestimmen plötzlich unseren Alltag. Besonders zur Aufrechterhaltung von Arbeitswelt, Bildung und Gesundheitssystemen spielt die Digitalisierung dabei eine größere Rolle als je zuvor.

Ohne das Internet, digitale Kommunikation und neue Medien, wären die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch wesentlich dramatischer.

Im Projekt „Digitales Dorf“ ist die Akzeptanz und Nutzung der digitalen Lösungen weiter angestiegen, wie zum Beispiel beim Einsatz des Dahoam 4.0® Portals seit der Krise deutlich spürbar ist.

Schulunterricht in den eigenen vier Wänden mit der Schul-App und Dahoam 4.0® Schul-Portal in Frauenau und Spiegelau

Der unerprobte Schulalltag von zu Hause stellt viele Eltern vor eine neue Herausforderung. Wie hervorragend Lernen „dahoam“ dank Digitalisierung funktionieren kann, zeigt sich am Beispiel der Schul-App und dem dazugehörigen Portal Dahoam 4.0® in Frauenau.

Gudrun Fischer vom Technologie Campus Grafenau ist Projektleiterin des „Digitalen Dorfs“, lebt in Frauenau und betreut seit der Schulschließung ihr Kind beim Unterricht zu Hause:

„Die Schul-App finde ich Klasse! Mein Sohn geht in die erste Klasse und wir Eltern erhalten jeden Sonntagabend von der Lehrerin über App und Portal einen Wochenarbeitsplan mit Arbeitshinweisen für die gesamte Woche. Parallel dazu verteilt sie Arbeitsblätter über das Schulportal, die wir zu Hause ausdrucken. Neue Informationen oder auch hilfreiche Tipps zu Online-Angeboten, wie wir den Alltag mit den Kindern zuhause abwechslungsreich gestalten können, empfangen wir unkompliziert per Push-Nachricht direkt auf unser Smartphone. Auch der Religionslehrer verteilt mittlerweile seine Unterrichtsmaterialien über die Schul-App und das Portal.“

Die App bildet zusammen mit dem Portal das zentrale Kommunikationsmittel sowie Lernplattform und sorgt für einen reibungslosen Unterricht zu Hause.

Aktuelle Informationen zur Corona-Krise aus dem Rathaus Spiegelau über das Portal Dahoam 4.0® und der neuen Rathaus-App

Während der Corona-Krise wird in Spiegelau das Dahoam 4.0® Portal als zusätzliche Informationsplattform für die Bürger verwendet. Unter dem Menüpunkt „Rathaus“ werden sowohl regionale, als auch überregionale Informationen zu den aktuellen Entwicklungen für die Bürger und Bürgerinnen bereitgestellt.

Ergänzend zum Portal ist seit dieser Woche die neue Rathaus-App für Spiegelau verfügbar. Aktuelle und wichtige Informationen wie z. B. der implementierte Feed der Passauer Neuen Presse, Neuigkeiten aus der Gemeinde oder offizielle Bekanntmachungen und Online-Veranstaltungen, lassen sich mit der App nun noch einfacher auf dem Smartphone abrufen.

Und auch über die App besteht für die Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit, selbst wichtige Meldungen mit der Gemeinde zu teilen.

Live Gottesdienst-Übertragung via YouTube aus der katholischen Pfarrkirche Spiegelau

Die Übertragung der hl. Messe via YouTube ist ein weiterer Meilenstein im „Digitalen Dorf“ Spiegelau und findet in Zeiten der Ausgangsbeschränkung besonderen Zuspruch. So hat das Projektteam „Digitales Dorf“ für die Sonntagsgottesdienste einen Livestream eingerichtet. Seit dem 29. März kann nun Pfarrer Keilhofer von der Pfarrei Spiegelau-Riedlhütte auf Knopfdruck seinen Gottesdienst aus der Pfarrkirche per Webcam live auf dem YouTube-Kanal „Digitales Dorf“ übertragen. Aufgezeichnete Gottesdienste sind dort jederzeit abrufbar und können auch nachträglich angesehen werden.

Mit 400 Aufrufen während des ersten Live-Gottesdienstes erreichte die Online-Übertragung erheblich mehr Teilnehmer, als bei den Messen in der Kirche sonst üblich ist. Aufgrund der positiven Resonanz werden zukünftig auch Feiertags-Gottesdienste live übertragen. Unter dorf.link/youtube kann der Kanal abonniert werden.

MeDiLand installiert weiteren Telemedizin-Arbeitsplatz in Zwiesel zur Corona-Prävention und Video-Patienten-Sprechstunde in Frauenau und Spiegelau

Anlässlich der voranschreitenden Corona-Pandemie wurde die Installation eines Telemedizin-Arbeitsplatzes im Rahmen des Projekts MeDiLand im Zwieseler Krankenhaus terminlich vorgezogen. Damit wurde das bereits bestehende Telemedizinnetzwerk neben Hausarztpraxen, Pflegeheim sowie einem Intensivpflegedienst nun um eine stationäre Grund-, Regel- und Notfallversorgung im Landkreis Regen erweitert. So könnten im Bedarfsfall auch Intensivpatienten vom Klinikum Zwiesel in die Intensivpflege-WG in Regen verlegt werden, um freie Kapazitäten für schwere Corona-Fälle im Krankenhaus zu schaffen. Ein Austausch zwischen den verschiedenen Einrichtungen ist mittels gesicherter audiovisueller Kommunikation jederzeit möglich.

Zudem bieten die beiden im Projekt beteiligten Hausarztpraxen in Frauenau und Spiegelau ihren Patienten nun auch eine Videosprechstunde an, um unnötige Praxisbesuche zu vermeiden.

Coworking Spiegelau: Coworking Dahoam 4.0® im Social Distancing-Betrieb

In erster Linie ist es ein Widerspruch – Kontaktverbot und der Gemeinschaftsaspekt des kollektiven Arbeitens von Coworking-Spaces passen scheinbar nicht zusammen. Das Angebot des Coworking-Space in Spiegelau richtet sich jedoch auch an Personen, die zwar von ihrem Arbeitgeber die Möglichkeit im Home-Office zu arbeiten erhalten haben, deren häusliche Situation es allerdings nicht oder nur eingeschränkt zulässt. Gründe dafür können das Fehlen eines separaten Büroraumes oder mangelnde Netzverfügbarkeiten sein.

Der Coworking Space Spiegelau kann hier gerade auch zu Corona Zeiten eine gute Alternative sein: über gut geplante Belegungspläne der zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze zur Vermeidung unnötiger Kontakte und bei Einhaltung einiger Desinfektions- und Reinigungsmaßnahmen kann der wohnortnahe Arbeitsplatz außerhalb der eigenen vier Wände eine willkommene Hilfestellung sein, um z.B. etwas Abstand vom Home Schooling oder der manchmal nervenaufreibenden Kinderbetreuung zuhause zu bekommen.

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